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SVA: Klares Nein zu höheren Pensionsbeiträgen


12.12.2006

SVA-Vorstand beschloss Resolution gegen Beitragserhöhung
In seiner Sitzung am 12. Dezember sprach sich der Vorstand der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) in einer Resolution massiv gegen eine Erhöhung des Beitragssatzes zur gewerblichen Pensionsversicherung aus. Eine solche wurde zuletzt im Zuge der aktuellen Regierungsverhandlungen gefordert.

Durch die vom Gesetzgeber beschlossene Pensionsharmonisierung für alle Berufsgruppen wurde bereits ein einheitlicher Beitragssatz verwirklicht. Dieser beträgt für Dienstnehmer 22,8 Prozent und setzt sich aus einem Arbeitnehmeranteil von 10,25 Prozent und einem Arbeitgeberanteil von 12,55 Prozent zusammen. Selbständige zahlen künftig für sich selbst 17,5 Prozent ein, die Differenz auf die einheitlichen 22,8 Prozent ist eine Partnerleistung des Bundes. Diese Partnerleistung ist ein Ausgleich für Pensionsmonate, die Arbeitnehmer bei Arbeitslosigkeit und Krankheit gratis erhalten sowie ein Ersatz für die mit der Steuerreform 1993 entfallenen Gewerbesteuermittel für die gewerbliche Pensionsversicherung. Und unter Berücksichtigung der Wanderversicherungsverluste — in jungen Jahren zahlen Selbständige in das ASVG, die Pension wird aber aus dem GSVG gezahlt — ist die Finanzierung durch die Beitragsleistung voll gedeckt.  

Präsident Leitl „Die Festlegung des Pensionsbeitrages für Selbständige basiert auf einer seriösen Berechnung und einer darauf aufbauenden Einigung der Interessenvertretung der Wirtschaft mit der Österreichischen Bundesregierung“, so SVA-Obmann Präsident Leitl. Und weiter: „Der Vorstand der SVA fordert daher von den Koalitionsverhandlern Vertragstreue und lehnt jede weitere Beitragserhöhung für ihre Versicherten strikt ab.“