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Sommerzeit ist Urlaubszeit. Mit 1. Juli gilt die Europäische Krankenversicherungskarte auch in Bosnien-Herzegowina

e-card Geldbörse, copyright SVC

03.07.2015

SVA Tipp: „Je nach Reiseland gelten unterschiedliche Bestimmungen – rechtzeitig vorsorgen lohnt sich“

In wenigen Tagen ist es soweit – die Sommerferien starten und die Urlaubszeit steht vor der Tür. Viele Österreicher machen Urlaub in fremden Ländern. Destinationen wie Italien oder Kroatien erfreuen sich bei österreichischen Urlaubern besonderer Beliebtheit. Trotz ausgelassener Urlaubsstimmung und Sonnenschein ist man auch auf Reisen nicht vor Krankheiten und Unfällen gefeit. „Um finanzielle Sorgen zu vermeiden, sollte man sich rechtzeitig informieren und absichern“, rät SVA Experte Alfred Zemann anlässlich der kurz bevorstehenden Sommerferien.

Wenn man im Inland auf Reisen geht, kann man sich mit der e-card bei Vertragsärzten und in Vertragsspitälern behandeln lassen. Wichtig dabei ist, dass man dazu sagt, dass man derzeit im Urlaub ist und z.B. bei der SVA versichert ist. Dann kann der Arzt oder das Spital ohne Probleme mit der Sozialversicherung der Selbständigen verrechnen.

Macht man Urlaub im Ausland, so variieren die medizinische Behandlung und die Vergütung von Leistungen je nach Reiseziel sehr stark. „In der EU und in Island, Liechtenstein und Norwegen, der Schweiz, Mazedonien, Serbien und ab 1. Juli auch in Bosnien-Herzegowina sollten SVA Versicherte die e-card mit im Reisegebäck haben. Denn auf der Rückseite der e-card befindet sich die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK), die in diesen Ländern als Krankenschutz-Nachweis dient und direkt beim Leistungserbringer vorzulegen ist“, so Zemann. 

Serbien und Bosnien-Herzegowina bilden hier allerdings eine Ausnahme: Hier legt man die EKVK bei einer örtlich zuständigen Zweigstelle der Krankenversicherung vor und erhält einen nationalen Anspruchsnachweis, den man benötigt, um ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen zu können.

Für Reisen in die Türkei und Montenegro ist es sinnvoll, sich vorab einen Betreuungsschein von der SVA ausstellen zu lassen. Dieser Schein muss vor Beginn der ärztlichen Behandlung bei dem für Touristen zuständigen Krankenversicherungsträger vorgelegt werden. Dann erhält man einen Nachweis, mit dem ärztliche Behandlung, Medikamente und Spitalsaufenthalte auf Kosten der SVA in Anspruch genommen werden können.

Mit anderen Staaten hat Österreich bisher keine Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen, die auch die Krankenversicherung einschließen. Das heißt bei Reisen in ein Land wie die USA, Australien oder Kenia sind in Anspruch genommene Leistungen erst einmal selbst zu bezahlen. „Dann können Sie die Rechnung als Selbständiger in Ihrer SVA Landesstelle oder online zum Kostenersatz einreichen und die SVA erstattet dieselben Kosten, die bei einer Leistungsinanspruchnahme in Österreich angefallen wären“, erklärt Zemann. Es besteht die Möglichkeit, dass die Kostenerstattung geringer als der tatsächlich bezahlte Betrag ist.

Generell ist es daher ratsam, vor Reiseantritt sich den Abschluss einer privaten Krankenversicherung zu überlegen. Diese deckt Kosten ab, welche die Sozialversicherung nicht umfassen kann, wie den Heimtransport vom Urlaubsort oder eventuell verbleibende Differenzkosten.

Selbständige erhalten beim GesundheitsService ihrer SVA Landesstelle nähere Auskünfte: Telefonnummern und E-Mail-Adressen finden Sie auf der SVA-Homepage: www.svagw.at.


SVA - Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft

Die SVA ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Selbständige und betreut als gesetzliche Krankenversicherung rund 775.000 Kunden, davon 390.000 aktiv Erwerbstätige, 146.000 Pensionisten und 239.000 Angehörige. Als gesetzliche Pensionsversicherung ist die SVA für 416.000 Versicherte zuständig.

 

Rückfragehinweis:

Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Mag. Patricia Gassner, MPhil
Tel. Nr. 05 08 08/3452 
E-Mail: patricia.gassner@svagw.at


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