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„Wer rastet, der kostet“ – mehr Qualität in der Prävention gefordert.

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12.10.2016

150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche für einen substantiellen gesundheitlichen Nutzen 
Mit den Österreichischen Bewegungsempfehlungen ist ein klarer Konsens gegeben, welche Bewegung auch wirklich zu einem substantiellen gesundheitlichen Nutzen führt. Mindestens 150 Minuten aerobe körperliche Aktivität mit mittlerer Intensität sollten erwachsene Menschen pro Woche erreichen, aber auch an zusätzlich muskelkräftigenden Aktivitäten führt kein Weg vorbei. „Es gibt kein Medikament, dass so viele positive Wirkungen und kaum die Gefahr der Überdosierung und Nebenwirkung bietet, wie die wöchentlich ausreichende körperliche Aktivität", berichtet Primar Dr. Christian Wiederer aus seiner Erfahrung als Facharzt für Physikalische Medizin und allgemeine Rehabilitation, Ärztlicher Leiter des Klinikums am Kurpark Baden und des Kurhauses Bad Gleichenberg.  

Vom Pilotprojekt zum Dauerbetrieb
Das Bewegungsprogramm „Jackpot" (www.JACKPOT.fit) wird als steirisches Pilotprojekt vom Steirischen Gesundheitsfonds und dem Bundssport-Förderungsfonds finanziert. Mit Oktober 2015 startete die österreichische Sozialversicherung sowie die drei Sportdachverbände dieses vorbildhafte Pilotprojekt, das neben der Steigerung der Gesundheit auch zur Reduktion verbreiteter chronischer Erkrankungen beitragen soll. Es soll gezeigt werden, dass die strukturierte Zusammenarbeit zwischen Krankenversicherungsanstalten, Kuranstalten und regionalen Sportvereinen einen messbaren Mehrwert für das Gesundheitssystem bringt. „Durch das Bewegungsprogramm ‘Jackpot' soll der Transfer des Bewegungsverhaltens, welches während des stationären Heilverfahrens begonnen wurde, in den Alltag gesichert werden. Die ersten Zwischenergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation liegen uns schon vor und erfreulich dabei ist, dass wir voll auf Kurs sind", berichtet Dr. Thomas Neumann, Generaldirektor-Stellvertreter der gewerblichen Wirtschaft (SVA) in seiner Rolle als Projektträger.  

Die SVA hat bereits im Jahr 2012 den revolutionären Schwenk von der Krankenversicherung zur Gesundheitsversicherung gesetzt. Mit Vorsorgen statt heilen hat die SVA ein klares Bekenntnis zu mehr Prävention gemacht. „Als SVA sind wir gefordert, Präventionsangebote auf den Punkt zu bringen. Dies bedeutet wohnortnah, maßgeschneidert und hocheffizient. Beispielsweise mit dem speziellen Bewegungsprogramm, " ergänzt Neumann weiters. Für körperliches Training und sogar Sport gibt es eine Fülle an Evidenz, die unzählige gesundheitliche Effekte belegt.  

„In erster Linie wollen wir einen Gesundheitsgewinn für die Bevölkerung erreichen. Und Gesundheitsgewinn heißt, dass die Menschen nicht nur länger leben, sondern vor allem länger bei guter Gesundheit leben. Für dieses Ziel ist Bewegung zweifellos ein essentieller Faktor, und zwar von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter", bekräftigt Mag. Andrea Hirschenberger, Generaldirektorin der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse (STGKK). „Im Sinne von 'Health in All Policies' (Gesundheit in allen Politikfeldern) liegt es an verschiedenen Politikfeldern und Organisationen, aktiv mitzuwirken, dass im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz oder in den Gemeinden mit regionalen Angeboten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es den Menschen leichter machen, mehr Bewegung und damit Gesundheit in ihr Leben zu bringen. 'Jackpot' ist ein neuer Ansatz dafür", so Hirschenberger weiters.  

Schnittstellenmanagement als Chance  
„Sowohl das Gesundheitssystem wie auch die Sportvereine sind in Österreich gut entwickelt. Primär braucht es eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Systemen. Hier sind wir auch als Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen", betont Abg. z. NR ao. Univ.-Prof. Dr. Beatrix Karl.  

Gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen in der Prävention können nur durch Zusammenarbeit unterschiedlicher Sektoren gelöst werden. Genau bei dieser Problematik setzt das Pilotprojekt „Jackpot" an. „Sportvereine gibt es in fast jedem Ort. Somit ist eine gute und vor allem auch leistbare Basis gegeben, um viele Stützpunkte für Gesundheitssport und standardisierte Programme zu etablieren und weiterhin aufzubauen", so Stefan Herker von der SPORTUNION. „Diese regionalen Angebote brauchen wir, damit das, was an Lebensstiländerung in der Kur motiviert begonnen wurde, auch dauerhaft unterstützt wird" , so Wiederer abschließend.

 

SVA – Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft
Die SVA ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Selbständige und betreut als Gesundheitsversicherung rund 792.000 Kunden. Als gesetzliche Pensionsversicherung ist die SVA für 427.000 Versicherte zuständig. Nach dem Motto „Gesund ist gesünder" setzt die SVA verstärkt auf Prävention und bietet ihren Versicherten spezielle Vorsorgeprogramme (zum Beispiel: „Selbständig Gesund") an.

Rückfragen & Kontakt:
Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA)
Daniela Klinser, MSc.
Tel.: 05 08 08/3452
E-Mail: daniela.klinser@svagw.at
linkwww.svagw.at