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Herzog: BK Kern gefährdet erfolgreiches Präventionsprogramm der SVA und die Finanzierung der Gesundheitsversorgung

80% der SVA Versicherten wollen Selbstbehaltssystem beibehalten

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16.01.2017 - Gegen einen Eingriff der Politik in die Selbstverwaltung der Sozialversicherung spricht sich Alexander Herzog, Obmann-Stv. der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA), aus: Bundeskanzler Kern darf mit seiner Forderung einer Abschaffung der Selbstbehalte nicht über die SVA-Versicherten drüberfahren – bei der Urbefragung zum Thema ‚Selbstbehalte‘ haben sich 80% für ein Beibehalten des Systems ausgesprochen und diese Willensäußerung der Versichertengemeinschaft muss die Richtung vorgeben“, so Herzog.

„Eine Abkehr vom Beitragssystem der SVA würde das erfolgreiche Präventions- und Anreizsystem „Selbständig Gesund“ zerstören, das seit Jahren gut funktioniert und von tausenden Versicherten in Anspruch genommen wird. Die wissenschaftliche Begleitung des Programms hat längst bestätigt, dass positive Anreize, wie die Selbstbehaltshalbierung funktionieren, und mehr Menschen zu einem gesunden Lebensstil und zur regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung motivieren. Dieses Leuchtturmprojekt im Bereich der Prävention darf nicht auf dem Altar der Schlagzeilenpolitik geopfert werden.“

Der SVA-Obmann-Stv. kritisiert hinsichtlich der aktuellen Selbstbehalts-Diskussion auch das fehlende Finanzierungskonzept: "Unsere Versicherten wollen eine möglichst niedrige monatliche Beitragsleistung und dafür ergänzend einen fairen Selbstbehalt im konkreten Leistungsfall. Zahlreiche Sicherungsnetze nehmen ohnehin Versicherte aus, die chronisch krank sind oder ein geringes Einkommen haben. Werden nun Selbstbehalte ohne Konzept einfach generell abgeschafft, dann müssen die fehlenden Mittel anderweitig eingebracht werden. Da der Bundeskanzler aber gleichzeitig auch die Rücklagen der Selbständigen auflösen will, ist klar, dass kein Finanzierungskonzept dahintersteckt, sondern kurzfristiges Geldverteilen. Das bringt die Gesundheitsversorgung der heimischen Selbständigen in höchste Gefahr, weil die SVA mit einem Schlag eine Finanzierungslücke im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich zu verkraften hätte, die durch schmerzhafte Maßnahmen ausgeglichen werden müsste“, so Herzog abschließend.


Rückfragehinweis:   
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