DRUCKEN

Teilnehmerin aus 6020 Innsbruck


Platzhalter_V1.jpg SVA No-Smoking-Camp

Teilnehmerin aus 6020 Innsbruck




"Im Juni 2016 habe ich bei einem No-Smoking-Camp der SVA mitgemacht und bin sehr dankbar und froh, dass ich es bis heute geschafft habe, nicht mehr zu rauchen. 

Einige Zeit vor Beginn des Camps erhielt ich einen Fragebogen, den ich gewissenhaft ausfüllen sollte. Während ich dieser Bitte nachkam, wurde mir bewusst, welche Situationen mich besonders zum Rauchen verleiteten.
Zigaretten dienten mir als Hilfe zur Entspannung, Belohnung, bei Langeweile und zum Abbau von Ärger und Frust. Sie halfen mir auch, Gefühle, die ich nicht wahrnehmen wollte, sofort beiseite zu schieben. 
Da stellte sich mir die Frage, ob es mir überhaupt gelingen würde, diese Vielfalt an Situationen ohne Zigaretten abdecken zu können. 

Etwas erstaunt war ich dann zu Beginn des No-Smoking-Camps, dass uns erlaubt wurde, bis Samstag um 15 Uhr noch rauchen zu dürfen.
Ich glaube, dass ich selten in meinem Leben derart viele Zigaretten hintereinander geraucht habe, als in diesen zwei Tagen und ich fühlte mich äußerst unwohl bei der Vorstellung, dann plötzlich ohne Zigaretten überleben zu müssen.

Womit ich nicht gerechnet habe, war der wirkungsvolle Aufbau und die hilfreichen Tipps, die ich beim Camp erhalten habe. 
Auch die Beiträge der anderen Teilnehmer waren mir eine große Hilfe. Sehr oft wurde mir bewusst, dass ich versuchte, dieselben Probleme mit Zigaretten zu lösen, wie es auch die anderen Teilnehmer schilderten.
Wir haben gemeinsam sehr viele Strategien entwickelt, mit deren Hilfe wir unsere Bedürfnisse in Zukunft befriedigen und Ärger, Frust und Langeweile bewältigen können, ohne auf Zigaretten zurückgreifen zu müssen. 

Als es dann endlich so weit war und wir unsere letzte Zigarette geraucht hatten, folgte noch ein Ritual, um richtig Abschied nehmen zu können. 
Die Umstellung fiel mir sehr leicht, möglicherweise dadurch, dass ich bei meinen drei Kindern in der Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht geraucht habe. 
Es war, als würde ich einen Schalter umlegen. 

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, nur ganz wenig zuzunehmen, da ich keine Süßigkeiten essen darf. Da hatte ich mich allerdings getäuscht, denn mein Appetit steigerte sich ordentlich. Mittlerweile hat sich die Gewichtszunahme auf vier bis sechs Kilos eingependelt.
Sport und möglichst viel zusätzliche Bewegung im Alltag helfen mir, mein Gewicht im Griff zu behalten. 

Es kommt schon ab und zu vor, dass ich Lust auf eine Zigarette bekomme, aber mittlerweile weiß ich, dass diese Gelüste immer nur wenige Minuten vorherrschen und dann sind die Zigaretten auch schon wieder vergessen. 

Beim Wandern mit einer befreundeten Raucherin habe ich bemerkt, wie leicht es mir jetzt fällt einen Berg hoch zu laufen, während meine Begleiterin ordentlich unter Atemnot leidet. 

Das ersparte Geld, das ich regelmäßig auf die Seite lege, verwende ich für besondere Wünsche. Es ist mir wichtig, mich zu belohnen und mir bewusst zu machen, dass sich das Aufhören dieser Sucht wirklich gelohnt hat. 

Ein herzliches Dankeschön!"