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Gastritis

Rund jeder dritte Österreicher leidet an Gastritis, einer Entzündung der Magenschleimhaut. Die Schleimhaut kleidet den Magen an seiner Innenseite aus und schützt die tiefer liegenden Schichten der Magenwand vor dem aggressiven Magensaft. Substanzen wie z.B. Medikamente oder Alkohol können die Magenschleimhaut jedoch reizen – aber auch bakterielle Infektionen können der Grund für die akute Form der Gastritis sein, die sich oft mit Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und/oder Erbrechen zeigt.

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Tipps für die Vorbeugung

  • Magenfreundliche Tees trinken, z.B. aus Anis, Kümmel, Fenchel, Tausendgüldenkraut, Kamille oder Wermutkraut

  • Stress wo möglich vermeiden

  • Auf Alkohol und Nikotin verzichten

  • Fettige, sehr scharfe Nahrungsmittel meiden

  • Auf Leinöl setzen: die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend

  • Ruhezeiten für den Magen einplanen – z.B. zwölf bis 14 Stunden pro Tag nichts essen

  • Alles meiden, was die Magenschleimhaut reizen könnte

  • Spezielle Schmerzmedikamente z.B. NSAR-nichtsteroidale Antirheumatika nicht ohne einen sogenannten Magenschutz (Protonenpumpenhemmer PPI) einnehmen (insbesondere Schmerzmittel)

Die akute Form

Die Gastritis kann durch schädigende Substanzen wie z.B. Alkohol, diverse Medikamente, Lebensmittelvergiftungen oder durch Stress ausgelöst werden. Sie klingt oft durch Weglassen der auslösenden Faktoren von selbst wieder ab oder kann mit Protonenpumpenhemmern behandelt werden. 

Die chronische Form

kann unterteilt werden in: 

Typ A: Hier wendet sich das körpereigene Abwehrsystem gegen die Magenschleimhaut und den Intrinsic factor. In der Folge wird weniger Magensäure und Intrinsic factor produziert, der für die Aufnahme von Vitamin B12 benötigt wird. Hier kann der Hausarzt beispielsweise mit Vitamin B12-Gabe behandeln.

Typ B: Die Ursache für diesen Typ ist eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Das Bakterium bildet Enzyme, die an der Schädigung der Magenschleimhaut beteiligt sind. Hier kann der Hausarzt versuchen, mit Antibiotika und Protonenpumpenhemmern  das Bakterium zu bekämpfen, eine sogenannte Eradikationstherapie. 

Typ C: Diese Form wird auch als chemische Gastritis bezeichnet. Hier erfolgt die Schädigung z.B. durch nichtsteroidale Antirheumatica oder durch Rückfluss von Gallensaft aus dem Dünndarm. Der Gallensaft verändert das saure Milieu des Magens und greift die Schutzschicht der Schleimhaut an. Als Folge dieser Verletzung kann sich die Magenschleimhaut entzünden. Hier ist es meist ausreichend, wenn magenreizende Stoffe vermieden werden. 

Eine Rücksprache mit Ihrem Hausarzt ist in jedem Fall zu empfehlen.

 

Wir wünschen Ihnen einen guten, hoffentlich gesunden Tag!