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Alkohol: Wie viel ist zu viel?

Gegen ein gelegentliches Glas Alkohol zum Anstoßen ist nichts einzuwenden – doch wie viel Alkohol ist eigentlich zu viel? Die zweite „Österreichische Dialogwoche Alkohol“ von 20. bis 26. Mai 2019 thematisiert die Risiken promillehaltiger Genüsse, klärt auf und bietet Hilfe.

Weinglas

Ein Glas Sekt zum Anstoßen, ein G ́spritzter beim Heurigen, ein Krügerl am Stammtisch: In Österreich sind alkoholische Getränke oft Teil des Alltags, besonders bei speziellen Anlässen. Gegen ein Glas (oder gelegentlich mehrere) ist auch nichts einzuwenden. Allerdings: Ab einer gewissen, regelmäßigen Menge leidet die Gesundheit darunter! Und der Schritt vom Genuss zum Muss ist oft sehr klein.

Jeder 8. Österreicher trinkt zu viel
Jeder achte Österreicher weist problematisches Trinkverhalten auf. Alkoholabhängigkeit verkürzt die Lebenserwartung von Frauen um rund 20 Jahre, jene von Männern um 17 Jahre. Akute Alkoholvergiftung tötet jährlich 100 Österreicher. Die meisten Alkoholkranken sterben jedoch an Folgekrankheiten des Trinkens.

Die Auswirkungen auf den Körper
Was Alkohol im Körper bewirkt, ist bekannt: Aufmerksamkeit, Koordination und Reaktionsvermögen werden ebenso negativ beeinflusst wie Verhalten, Stimmung und grundlegende körperliche Abläufe (zum Beispiel Körpertemperatur, Atmung). Aus warmen oder kohlensäurehaltigen Getränken, mit Zucker und auf leeren Magen, gelangt der Alkohol noch schneller ins Blut. Reichhaltiges Essen verzögert den Prozess. Der Abbau läuft vorwiegend über die Leber und kann durch nichts beschleunigt werden.

Wie viel Alkohol ist zu viel?
Die Faustregel lautet: Ein gesunder Mann kann täglich zwei Standardgläser Alkohol trinken (vergleichbar mit zwei Viertel Wein) – ab und zu mehr, aber nie über vier Standardgläser und nicht öfter als zweimal pro Monat. Für gesunde Frauen liegt das Limit bei einem Standardglas pro Tag.

Warnsignale
Gefährlich wird der Genuss dann, wenn bei Krisen oder Stress der Griff zum Alkohol erfolgt, das sichere Limit (=Harmlosigkeitsgrenze) regelmäßig überschritten wird und es schwerfällt, an zwei Tagen pro Woche auf Alkohol zu verzichten.

Hilfe für Betroffene und Angehörige
Mittlerweile gibt es zahlreiche ambulante oder stationäre Einrichtungen - auch Selbsthilfegruppen bieten kostenlose Beratungen und Therapien an. Informationen zu Beratungsstellen finden Sie auf: www.dialogwoche-alkohol.at

TIPP:
Das Anton Proksch Institut – Europas größte Suchtklinik – bietet unter der Telefonnummer 01 88010-1480 kompetente Auskunft zu allen Fragen rund um Alkoholsucht und -entzug.