Renée-Maria von Othegraven

Visuell - Virtuell - Virtuos

SVA-Galerie April - Mai 2003

Renée-Maria von Othegraven


"Visuell""
mit Aquarellen und einem Zyklus in Wort und Bild:
"Die 12 Ursymbole"
vom 3. April bis 30. Juni 2003
in der

Sozialversicherungsanstalt
der gewerblichen Wirtschaft
1051 Wien, Wiedner Hauptstraße 84-86
Montag - Donnerstag von 8.00 bis 18.00 Uhr
Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr

"Virtuell"
neu auf: www.atelier-othegraven.at.tt

"Virtuos"
im Atelier der Künstlerin:
1180 Wien, Semperstraße 59,
Tel. 01/478 2 874 nach Terminvereinbarung

'Visuell, virtuell, virtuos'

lautet das Motto, das Renée-Maria von Othegraven ihren Ausstellungen in der SVA, auf ihrer Homepage und im Atelier vorangestellt hat. Drei Worte für drei Präsentationen als ein verdächtig werbetauglicher Slogan? Nein, denn wer sich die Mühe macht, die Brücke zwischen den Begriffen zu schlagen, wird damit belohnt, ins Grübeln zu kommen.

Ab wann darf man von Kunst sprechen? Wenn der Artist seine verborgenen Möglichkeiten in Betrachtbares verwandelt? Wenn er diese Fertigkeit mit technischer Perfektion und spielerischer Leichtigkeit beherrscht? Besteht die Virtuosität eines Kunstwerks darin, dass über das visuelle Wahrnehmen ein Einblick in die virtuelle Künstlerseele gewährt wird?

Müßige Fragen für all jene, die von Renée-Maria von Othegravens Werken nicht sonderlich berührt werden - wesentlicher Denkstoff aber für jene wie mich, die atemlos vor den Bildern stehen und verzweifelt nach Erklärungen für das suchen, was bei der Betrachtung in Bauch und Seele so massiv vor sich geht. Eine Antwort liegt nahe: Othegravens Kunst ist es, ihr Inneres so eindrücklich nach außen zu kehren, dass dem Betrachter der Weg ins eigene Innenleben augenblicklich geebnet wird. Der Künstlerin gelingt es, das sichtbar zu machen, was in ihr und in jedem von uns scheinbar schlummert - auf meisterhafte Weise versteht sich.

Sichtbar, scheinbar, meisterhaft - visuell, virtuell, virtuos. Ein ganz klares Motto für große Kunst. Überzeugen Sie sich selbst!

Christian Lenoble

'Von allen Musen geküsst!'

"Während unsereins sich redlich müht, wenigstens auf einem Gebiet eine gewisse Meisterschaft zu erlangen, stehen wir hier vor einer Künstlerin, die wohl von allen Musen der Welt zugleich geküsst worden ist. Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, zweifellos. Doch in Neid oder Eifersucht zu verharren wäre bedauerlich. Besser ist es, sich einfach im Innersten berühren zu lassen - von den Werken Renée-Maria von Othegravens!"

Die launige Laudatio eines Künstlerkollegen gereicht einer Frau zur Ehre, die in den unterschiedlichsten Kunstsparten zu Hause ist, als Malerin, Lyrikerin, Designerin ebenso, wie als Restaurierungs- und Einrichtungsexpertin. Die heute 52-jährige Wahlwienerin Renée-Maria von Othegraven hat bereits als Kind ihre Sensibilität für die Welt der Künste entdeckt. Als Volksschulmädchen berührt sie die Musik Tschaikowskys und Rachmaninoffs, in den Jugendjahren greift sie zu Goethes Faust und den Werken Michelangelos, um sich inspirieren zu lassen. Zurück bleiben tiefe Eindrücke und, im Verbund mit ihren mannigfaltigen Talenten, ein unstillbarer künstlerischer Tatendrang.

Renée-Maria von Othegraven arbeitet als Restauratorin, erlernt die Bildhauerei und das Gestalten und Fassen von Bilderrahmen. Am Theater an der Wien beteiligt sie sich am Bühnenbild von Cats und formt Skulpturen für Musikfilme von Leonard Bernstein und Herbert von Karajan. Sie übernimmt die Einrichtungsgestaltung im Haus des Pantomimen Samy Molcho und im Haus der Alma Mahler-Werfel am Semmering, wo sie zudem mit etlichen ihrer malerischen Werke vertreten ist. Im Laufe der Jahre konzentriert sich ihre Passion mehr und mehr auf das Schreiben und die Malerei. Zwei Bilder-Ausstellungen im MuseumsQuartier und im Parlamentsgebäude, wo sie an die hundert Exponate präsentierte, legen im Dezember 2001 vom Erfolg eindrucksvoll Zeugnis ab.

"Mir geht es um das innerste Wesen allen Seins - und das lässt sich künstlerisch mit vielerlei Mitteln ausdrücken", sagt Othegraven, deren Name in Zukunft wohl noch oft zu hören sein wird."

Christian Lenoble